Ab sofort könnt Ihr ein paar meiner Bilder auch im Café Stullichs (Speicherhof) in Gifhorn betrachten.

Dazu gibt es auch ein kurzes Video

...mit einem kleinen Auftritt von mir ;o)

Start neuer Kunstausstellung im 
Helios Klinikum Gifhorn

01.07. bis 30.09.2021

Folge mir auf Instagram:

Pressemitteilung Helios Klinikum Gifhorn vom 1. Juli 2021

Nils Adam versprüht neue Farbe im Helios Klinikums Gifhorn. 
Der Kästorfer Künstler stellte bereits im letzten Jahr im Foyer des Krankenhauses aus. Bis Ende September können Besucher:innen und Patient:innen seine 18 außergewöhnlichen Leinwände bewundern.

Seit dem 01. Juli ist eine neue Kunstausstellung im Helios Klinikum Gifhorn zu sehen. Nils Adam schmückt zum wiederholten Mal die Wände der Eingangshalle. Im vergangenen Jahr traf der Zeitpunkt seiner Ausstellung den ersten Corona-Lockdown und Besucherstopp des Klinikums. „Ich freue mich sehr, erneut meine Bilder in Gifhorn und diesmal auch für Besucher ausstellen zu können. Das Foyer dient als zentraler und sehr guter Ausstellungsort. Jetzt habe ich ganz andere und neue Bilder mitgebracht“, erzählt Nils Adam. 

Das Besondere an den Kunstwerken im Foyer sind die unterschiedlichen Maltechniken und Kooperationen mit anderen Künstlern. „Ich probiere gerne viel aus. Vor allem die verschiedenen Wege des Farbauftrags finde ich sehr spannend. Daher habe ich drei meiner Bilder gemeinsam mit zwei weiteren Künstlern erstellt“, so der 41-Jährige. „Respekt Nature“ ist eine Zusammenarbeit mit dem Wolfsburger Künstler KAYMAN. Nils Adam fertigte hierfür den Hintergrund des Bildes an. KAYMAN versah es dann mit einem gesprayten Seepferdchen. Die Besonderheit: Den Erlös dieses Kunstwerks spenden die beiden Künstler an die Non-Profit-Organisation Viva con Agua aus Hamburg. Zwei weitere Kunstwerke entstanden in Zusammenarbeit mit Alexander Besch aus Gifhorn. 

„Den Großteil der neuen Ausstellung habe ich im letzten Corona-Jahr angefertigt. Wie viele hatte auch ich während der Lockdowns mehr Zeit und Ruhe, mich auf meine Kunst zu konzentrieren. Das Spannende ist der Prozess des Malens. Ich weiß am Anfang nie, wie das Bild aussehen wird und lasse mich überraschen. Als Künstler ist es wichtig, den richtigen Moment abzupassen, wann ein Werk fertiggestellt ist“, so Adam. Insgesamt 18 Leinwände sind bis Ende September für Besucher:innen, Patient:innen und Mitarbeiter:innen.

Folge mir auf Facebook            --->

Zeitungsartikel Gifhorner Rundschau

04.06.2021

Text des Zeitungsartikels

Kästorf. Nur weil seine Ausstellung im vergangenen Jahr nicht so laufen konnte, wie geplant, wirft Nils Adam noch lange nicht die Flinte ins Korn. Denn in diesem Jahr wird die Ausstellung im Helios-Klinikum von Anfang Juli bis Ende September auch für Besucher zugänglich sein, da ist sich der 41-Jährige Künstler sicher. Seine großformatigen Malereien sollen überwältigen. „Es ist schön, wenn man einen Raum betritt und – Wow!“, beschreibt er die Wirkung, die seine Werke im Betrachter hervorrufen sollen.

Schon in seiner Kindheit hat der Gifhorner hier im Kreis gelebt und schon damals hat er sich in der Malerei ausprobiert. Aber erst 2006 ging es nach einigen Jahren Malpause wieder so richtig los. Vier Jahre später, 2010, stellte er das erste Mal aus. Seitdem arbeitet der Projektentwickler stetig an seiner Kunst, an seiner Technik. Momentan arbeitet er überwiegend mit Druckertinte und Acrylfarbe. Seine Bilder haben ein Relief, sind in hellen Farben gehalten mit einigen gegenständlichen Figuren in unterschiedlichen Grautönen.

Die Monate der Pandemie waren ein Dämpfer für Adam. Seine Werke hingen im Helios-Klinikum, doch weil dort keine Besucher zugelassen waren, sahen nur die Menschen dort seine Bilder. Das kümmerte ihn nicht, denn so konnten sich die Mitarbeiterinnen und Patienten an seinen Bildern erfreuen. Eines der Werke, war dem Thema Corona gewidmet – auf einer Leinwand stand durchgestrichen das Wort Corona. Die Mitarbeiter des Klinikums konnten sich mit Sprüchen und Skizzen darauf verewigen. Doch ein bisschen mehr Reichweite ist nichts, worüber sich ein Künstler beschweren würde.

„Ich versuche immer etwas zu erschaffen, dass vorher noch keiner gemacht hat“, so Adam. „Wie hat er das gemacht?“, so, der Künstler, sollen sich die Betrachter seiner Bilder fragen. Wenn er an seinen Bildern arbeitet, dann braucht er im Schnitt seine ein bis zwei Stunden. Fängt er ein neues Bild an, braucht es noch länger. Aber manchmal sind es auch nur zehn Minuten, in denen er ein paar Pinselstriche setzt.

Den Rest seiner Zeit verbringt er mit seiner Arbeit als Projektmanager, mit Sport oder mit seinen Kindern. Seine Tochter infizierte sich mit dem Virus. Sie hatte sich bei ihrer Großmutter angesteckt. Adam versuchte Abstand zu halten, doch ein Gute-Nacht-Kuss schickte auch den großgewachsenen Künstler in die Quarantäne. Seit Kurzem kann er wieder raus aus seinen vier Wänden in Kästorf.

Adam malt nicht nur, er versucht sich auch in anderen Medien. Seit 2017 experimentiert er mit Epoxidharzen. In Blöcken schichtet er Äste oder alte Glühbirnen auf, die er in das glasklares Harz einfasst. Innerhalb der etwa 40 Zentimeter hohen Harzklötze verbaut der Kästorfer funktionsfähige Lampen. Einige stehen in seinem Haus und beleuchten das Treppenhaus.

Für die Ausstellung im Krankenhaus hat er auch mit einem anderen Künstler zusammengearbeitet, Kayman aus Wolfsburg. Adam fertigte den Untergrund des Bildes in seinem Stil an. Sein Wolfsburger Kollege versah diesen dann mit dem Schriftzug „respekt nature“. Ein Seepferdchen bildet das Zentrum des Bildes. Die Künstler planen, den Verkaufserlös des Bildes einem guten Zweck zuzuführen. Letztlich entschieden ist das Ziel der Spende noch nicht, aber die beiden sind sich einig: es soll um Umwelt gehen.


Text und Fotos von Frank Spyra

Text in English

Kaestorf. Just because his exhibition could not go as planned last year does not mean that Nils Adam throws the gun in the grain. Because this year the exhibition in the Helios Clinic will also be open to visitors from the beginning of July to the end of September, of that the 41-year-old artist is certain. His large-format paintings are said to be overwhelming. “It's nice when you walk into a room and - Wow!” Is how he describes the effect his works are supposed to have on the viewer.

Already in his childhood the Gifhorn lived here in a circle and even then he tried his hand at painting. But it wasn't until 2006 that things really started again after a break from painting for a few years. Four years later, in 2010, he exhibited for the first time. Since then, the project developer has been working steadily on his art, on his technology. At the moment he works mainly with printer ink and acrylic paint. His pictures have a relief, are held in light colors with some figurative figures in different shades of gray.

The months of the pandemic put a damper on Adam. His works were hanging in the Helios Clinic, but because no visitors were allowed there, only the people there saw his pictures. He didn't care, because it allowed the staff to enjoy his pictures. One of the works was dedicated to the subject of Corona - the word Corona was crossed out on a canvas. The employees of the clinic were able to immortalize themselves on it with sayings and sketches. But a little more range is not something an artist would complain about.

“I always try to create something that no one has done before,” says Adam. “How did he do it?” The artist should ask the viewer of his pictures. When he works on his pictures, he needs an average of one to two hours. If he starts a new picture, it takes even longer. But sometimes it's only ten minutes in which he makes a few brushstrokes.

He spends the rest of his time working as a project manager, doing sports or with his children. His daughter contracted the virus. She was infected from her grandmother. Adam tried to keep his distance, but a good night kiss also sent the tall artist into quarantine. He has recently been able to get out of his four walls in Kästorf.

Adam not only paints, he also tries other media. He has been experimenting with epoxy resins since 2017. He piles up branches or old lightbulbs in blocks, which he encapsulates in the crystal-clear resin. The Kästorfer builds functional lamps within the approximately 40 centimeter high resin blocks. Some are standing in his house and lighting the stairwell.

For the exhibition at the hospital, he also worked with another artist, Kayman from Wolfsburg. Adam made the background of the picture in his style. His colleague from Wolfsburg then marked it with the words “respect nature”. A seahorse forms the center of the picture. The artists plan to donate the proceeds from the sale of the painting to a good cause. Ultimately, the goal of the donation has not yet been decided, but the two agree: it should be about the environment.

Text and photos by Frank Spyra

Klein-Ausstellung am Kino, Fallersleben. 

Vom 18.04. - 02.05.2021

Ich habe die Gelegenheit genutzt, ein paar meiner Werke im Schaufenster des Metropol Fallersleben auszustellen. Vielen Dank ans Metropol und Kayman (Künstler aus Wolfsburg), über den der Kontakt zustande kam.

Ich würde mich sehr freuen, falls ihr in Fallersleben / Wolfsburg unterwegs seid, wenn ihr mal vorbeischaut.

Leider sind die Kinos ja immer noch geschlossen... deshalb drücke ich dem Metropol beide Daumen, damit es nach der Pandemie wieder voll durchstarten kann!

Bericht im City Magazin Gifhorn 2021

Text des Künstlerportraits 

Künstlerporträt 

Nils Adam: Im Dialog mit dem Material

Nils Adam lässt die weiße Acrylfarbe über die Leinwand laufen, dann fügt er schwarze Druckertinte hinzu. Die Tinte zieht sich durch die flüssige Acrylfarbe, erzeugt Spuren. Adam arbeitet weiter mit Weiß darüber, lässt Schicht für Schicht trocknen, manchmal kratzt er Farbe wieder ab, fügt dem Motiv Verletzungen zu. Das Bild erhält Tiefe. Mitunter haben seine Bilder zehn Schichten, Ebenen, die der Betrachter erst erforschen muss. Und doch ist auch manchmal noch ein Stück unbearbeitete Leinwand zu sehen. Das Unfertige reizt den Künstler.

Nils Adam ist Autodidakt. Als Kind schon hat er gern gemalt, aber dann ist die Kreativität für lange Zeit in den Hintergrund gerückt. Er heiratete, wurde Vater, ging seinem Beruf nach. Und irgendwann fing er einfach an zu malen. „Das Zusammenspiel von Farbe reizt mich sehr“, erzählt Adam. Auch seine ersten Bilder erforschen Farbigkeit und Verläufe. „Das hat mich fasziniert, also bin ich dabeigeblieben.“

Immer auf der Suche nach Neuem, einer Technik oder einem ungewöhnlichen Material, zieht Adam seine Inspiration oft aus der Betrachtung von Werken anderer Künstler. Wenn er etwas findet, das ihn interessiert, versucht er sich selbst daran – und entwickelt die Technik dann in seinem eigenen Stil weiter. Dazu verwendet er auch ungewöhnliche Hilfsmittel: Statt mit Pinseln arbeitet er mit Kellen und Rakeln oder zieht auch schon mal eine Holzlatte durch die feuchte Farbe. Interessante Effekte und Strukturen entstehen. 

In Gifhorn hat sich Adam in seinem Haus ein 50 Quadratmeter großes Atelier eingerichtet – ideal für seine teils großformatigen Werke. Auch Objekte fertigt er, aus Kunstharz. Seine Objekte sind ebenfalls von Vielschichtigkeit geprägt: Dinge, die er in Kunstharz gießt, sind oft in längeren Prozessen bearbeitet und verändert. 

Das Gegenständliche liegt Adam nicht. Seine Arbeiten sind abstrakt, meistens expressionistisch. „Wenn man so arbeitet, muss man wissen, wann man aufhört“, erklärt der Künstler. „Es muss sich für mich richtig anfühlen.“ Der Zufall spiele dabei natürlich auch eine Rolle. Bewusst genutzt hat er sogar schon die Kräfte der Natur: Ein mit Eisenpulver bearbeitetes Bild setzte er Regen und Sonne aus und erkundete die Effekte, die sich dadurch ergaben.

Wie vielen anderen Künstlern hat das Corona-Jahr 2020 auch ihm einen Strich durch seine Planungen gemacht. An einer großen Ausstellung im Helios Klinikum Gifhorn konnte sich letztendlich nur das Klinikpersonal erfreuen. Die Ausstellung soll aber in diesem Jahr mit anderen Bildern wiederholt werden. Derzeit streckt Adam nur seine Fühler nach Ausstellungsmöglichkeiten in 2022 aus. 

Wie viele andere hat auch Nils Adam die Möglichkeiten für Künstler und Musiker, die sich im Internet aufgetan haben, genutzt. Nach kurzer Zeit stellte er sich und seine Arbeit im Rahmen der Initiative Kulturretter vor (www.unteruns-portal.de/kulturretter/) und engagierte sich stärker auf Instagram, woraus eine spannende Zusammenarbeit mit dem  Künstlerkollegen Alexander Besch entstanden ist. Die beiden Maler arbeiten derzeit an einem gemeinsamen Bild, Adam gestaltet die Hintergründe, Besch setzt seine figurativen Motive darauf. „Es ist eine Herausforderung, die Farbschichten so zu gestalten, dass Besch auch darauf weiterarbeiten kann“, gesteht Adam. Ein spannendes Projekt, das vielleicht ohne Corona so nicht zustande gekommen wäre!

www.nilsadam.de


Text von Martina Zingler


Infokasten:

Initiative „Kulturretter“

Mit der Aktion „Kulturretter“ geben die Aller-Zeitung und die Wolfsburger Allgemeine Zeitung Künstlern, die durch Corona-Einschränkungen betroffen sind, eine virtuelle Bühne. Die Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg unterstützt das Projekt mit 5.000 Euro. Auf der Seite „unteruns-portal.de“ können sich Kulturschaffende vorstellen. Wöchentlich wählt das Publikum einen „Kulturretter der Woche“, der dann ein Preisgelt von 500 Euro erhält.


Text in English

 

Artist portrait

 

Nils Adam: In dialogue with the material

 

Nils Adam lets the white acrylic paint run over the canvas, then he adds black printer ink. The ink permeates the liquid acrylic paint, creating traces. Adam continues to work with white over it, letting it dry layer by layer, sometimes he scratches off the paint again, injuring the motif. The picture takes on depth. Sometimes his pictures have ten layers, planes that the viewer first has to explore. And yet sometimes a piece of unprocessed canvas can still be seen. The unfinished excites the artist.

 

Nils Adam is self-taught. As a child he liked to paint, but then creativity faded into the background for a long time. He married, became a father and went about his business. And at some point he just started painting. “The interplay of colors really appeals to me,” says Adam. His first pictures also explore colourfulness and gradients. "That fascinated me, so I stuck with it."

 

Always on the lookout for something new, a technique or an unusual material, Adam often draws his inspiration from looking at the works of other artists. If he finds something that interests him, he tries it himself - and then develops the technique further in his own style. He also uses unusual aids for this: instead of brushes, he works with trowels and squeegees or sometimes pulls a wooden slat through the damp paint. Interesting effects and structures are created.

 

Adam has set up a 50 square meter studio in his house in Gifhorn - ideal for his partly large-format works. He also makes objects out of synthetic resin. His objects are also characterized by complexity: things that he casts in synthetic resin are often processed and changed in lengthy processes.

 

The representational does not suit Adam. His works are abstract, mostly expressionistic. “When you work like this, you have to know when to stop,” explains the artist. “It has to feel right to me.” Of course, chance also plays a role. He has even consciously used the forces of nature: he exposed a picture processed with iron powder to rain and sun and explored the resulting effects.

 

Like many other artists, the Corona year 2020 put a spanner in the works for him. Ultimately, only the clinic staff could enjoy a large exhibition in the Helios Clinic Gifhorn. The exhibition is to be repeated this year with different pictures. At the moment Adam is just putting out his feelers for exhibition opportunities in 2022.

 

Like many others, Nils Adam also used the opportunities for artists and musicians who opened up on the Internet. After a short time he presented himself and his work as part of the Kulturretter initiative (www.unteruns-portal.de/kulturretter/) and became more involved on Instagram, which resulted in an exciting collaboration with fellow artist Alexander Besch. The two painters are currently working on a joint picture, Adam designs the backgrounds, Besch uses his figurative motifs. "It is a challenge to design the layers of paint in such a way that Besch can continue to work on them," admits Adam. An exciting project that might not have come about without Corona!

 

www.nilsadam.de

 

 

Text by Martina Zingler

 

 

Info box:

 

"Kulturretter" initiative

 

With the “Kulturretter” campaign, the Aller-Zeitung and Wolfsburger Allgemeine Zeitung give artists affected by Corona restrictions a virtual stage. The Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg is supporting the project with 5,000 euros. Cultural workers can introduce themselves on the “unteruns-portal.de” page. Every week the audience chooses a “cultural savior of the week”, who then receives a prize of 500 euros.